Blick über Delft · Fig. 07-09
Blick über Delft · 2012 · Fig. 07-09
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Das einzelne Bild hält keinen spektakulären Moment fest, sondern einen Zustand der Sammlung. Wolkenformationen, Lichtverhältnisse und atmosphärische Übergänge verbinden sich zu einer stillen Komposition, in der der Himmel selbst zum Träger von Bedeutung wird. Das Flüchtige erhält Gewicht, ohne seine Leichtigkeit zu verlieren. In der Reduktion auf Himmel und Weite öffnet sich ein kontemplativer Raum. Der Blick verweilt, ohne etwas erreichen zu wollen. Das Bild wird zu einem Resonanzfeld, in dem äußere Landschaft und innere Stimmung ineinander übergehen. Die fotografische Geste folgt dabei weniger dem Wunsch nach Abbildung als dem Versuch, eine zeitlose Ruhe sichtbar werden zu lassen - eine Ruhe, die sich erst im langen, stillen Sehen erschließt.