Éclat

Éclat · 2020 · Fig. 01/02/03

Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext

Das Stillleben erscheint hier als Moment des Aufleuchtens. Blüten, Blätter und fragile Materialfragmente treten aus einem lichtdurchzogenen Dunkel hervor und werden für einen Augenblick sichtbar. Formen und Farben befinden sich in einer Schwebe, in der sie weder vollständig hervortreten noch ganz im Dunkel verschwinden. Das Licht besitzt keinen festen Ursprung. Es wandert über die Szene und lässt einzelne Partien aufscheinen, während andere im Schatten verbleiben. So entsteht ein flüchtiges Bildgeschehen, in dem Farbe, Oberfläche und Reflexion für kurze Augenblicke intensiver Präsenz aufleuchten. In diesem Spannungsfeld von Licht und Dunkel öffnet sich ein Wahrnehmungsraum, in dem das Stillleben weniger als Darstellung von Dingen erscheint, sondern als Ereignis des Sichtbarwerdens.