Columba Alba Celanda
Lemusichs Garten · 2025 · Ludus omnium colorum
Werkbeschreibung und kunsthistorischer Kontext
Jedes einzelne Triptychon erscheint als Moment innerhalb eines geschlossenen, zugleich jedoch beweglichen Kreises. Es ist Teil einer Ordnung, die sich nicht als System begreift, sondern als rhythmische Bewegung. Motive tauchen auf, ziehen sich zurück, verändern ihre Gestalt und kehren in neuer Konstellation wieder. Bedeutung entsteht nicht durch Fixierung, sondern im Durchgang durch diese Variationen. Im Zusammenspiel von Fragment, Zitat, Zeichen und materieller Struktur öffnet sich ein Bildraum, in dem sich geistige Konzepte und sinnliche Erscheinung gegenseitig durchdringen. Das Werk hält keinen Zustand fest, sondern inszeniert ein Spiel der Überlagerungen, in dem Erinnerung, Ahnung und Wissen gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Erkenntnis erscheint hier als etwas Prozessuales - als eine Bewegung, die sich dem endgültigen Zugriff entzieht und gerade darin ihre Freiheit bewahrt.
Triptycha 1-12
Übersicht der Werkserie Lemusischs Garten